Trekkingrucksack Test – Für jede Reise der passende Rucksack

Das Abenteuer tragen die meisten Trekkingrucksäcke bereits im Namen: Mount Cook, TheSouthPole, 4 Continents oder High Peak. Ob sich damit tatsächlich der Südpol erobern lässt, bleibt fraglich. Fest steht, dass eine längere Wandertour ohne einen anständigen Trekkingrucksack nicht möglich ist. Schließlich müssen neben Kleidung auch Verpflegung, Getränke, Wanderkarte sowie diverse Outdoor Ausrüstung untergebracht werden.

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Der Tragekomfort

TrekkingrucksackUm den Rucksack möglichst lang und ohne Schmerzen tragen zu können, sollte er in erster Linie nicht so schwer sein. Wichtiger als das Gewicht ist jedoch, dass der Wanderrucksack perfekt sitzt.

Gute Modelle sorgen daher für eine optimale Gewichtsverteilung – weg von den Schultern hin zur Hüfte. So wird das Kreuz entlastet und es stellen sich auch nach einer längeren Wandertour keine Rücken- oder Schulterschmerzen ein. Für die Gewichtsverteilung dienen in der Regel höhenverstellbare Brust- und Schultergurte sowie ein Hüftgurt. Je nach Modell kann der Brustgurt auch abgenommen werden.

Für Stabilität und einen erhöhten Tragekomfort sorgen außerdem Verstrebungen im Rückenbereich. Diese sind je nach Preisklasse meistens aus Aluminium oder Plastik. Während Plastik weniger hochwertig ist und durchaus brechen kann, hat es den Vorteil, dass das Eigengewicht des Wanderrucksacks dadurch geringer ausfällt.

Wichtig im Rückenbereich ist auch eine gute weiche Polsterung, wodurch Druckstellen beim Tragen vermieden werden. In der Regel ist diese aus einem atmungsaktiven Mesh-Material gefertigt, welches den Luftaustausch fördert und die Schweißbildung verringert. Nicht nur in sonnigen und heißen Urlaubsgegenden kann das von entscheidendem Vorteil sein.

Ein weiteres wichtiges Merkmal eines guten Trekkingrucksacks ist die Anpassung an die jeweilige Körpergröße. Nur wenn der Rucksack perfekt auf den Rücken des Trägers abgestimmt ist, kann der volle Tragekomfort genutzt werden. Die meisten Modelle bieten daher eine Anpassung an 3 bis 8 verschiedenen Größen und garantieren so in der Regel einen perfekten Halt für eine Körpergröße von 150 – 200 cm.

Die Ausstattung

Wandertour

Die meisten Modelle verfügen über ein großes Hauptfach, das zum Teil in zwei separate Fächer geteilt werden kann. In der Regel ist dieses Hauptfach sowohl von oben als auch von unten – möglicherweise durch ein Bodenfach – zugänglich. Von Vorteil fürs Ein- und Auspacken erweist sich außerdem ein Frontzugriff auf das Hauptfach. Ein Deckelfach und diverse Seiten- oder Frontfächer gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

So lassen sich in den Seitenfächern in der Regel Getränke transportieren. Nicht bei allen Modellen zu finden aber sehr praktisch ist auch ein integriertes Trinksystem mit Schlauchzugang. So ist bei anstrengenden Trekkingtouren ohne großes Suchen jederzeit die Getränkeversorgung garantiert. Durchaus als „Standard“ kann man dahingegen die integrierte Regenhülle sowie diverse Befestigungsschlaufen und Ösen für Isomatte, Ausrüstung und Trekkingstöcke bezeichnen.

Das Material

Die meisten Trekkingrucksäcke sind aus einem widerstandsfähigen robusten Polyesterstoff, wie z. B. 600D/PU oder 600D Ripstop, gefertigt. Das „D“ steht dabei für Denier und bezeichnet die Dicke des Stoffes. Frauen kennen diesen Begriff vielleicht vom Strumpfhosenkauf. Der Zusatz PU steht für eine Polyurethan-Beschichtung, wodurch das Rucksackmaterial seine wasserabweisende Eigenschaft erhält.

So ist bei Nieselregen oder kleinen Schauern nicht sofort der Regenschutz notwendig. Ripstop bezeichnet darüber hinaus Stoffe, die mit einer ganz speziellen Technik gewebt sind und daher besonders reißfest sind. Ripstopgewebe werden aus diesem Grund auch für Fallschirme oder Segel verwendet.

Qualitätsunterschiede im Material werden bei den meisten Rucksäcken nicht so sehr am Gewebe, sondern mehr an den Nähten, Reißverschlüssen und Schnallen deutlich. Reißverschlüsse können daher bereits im Geschäft darauf getestet werden, wie leichtgängig sie sind.

Da sich jedoch die Belastbarkeit eines solchen Reißverschlusses oder einer Naht meistens im Vorfeld nicht wirklich testen lässt, empfiehlt es sich besonders bei günstigen Modellen ein Nähset dabei zu haben, um notfalls die gerissene Naht wieder zu flicken. Schließlich darf man nicht vergessen, welchen hohen Belastungen der Trekkingrucksack durch das ständige Ein- und Auspacken ausgesetzt ist.

Richtiges Tragen & Packen sind das A und O

Trekkingrucksack in den BergenVor dem ersten Ausflug sollte der Trekkingrucksack auf jeden Fall zu Hause getestet werden. Wenn möglich, kann man das natürlich bereits im Geschäft vor dem Kauf machen – allerdings wird man ihn da sicherlich nicht voll beladen und bekommt möglicherweise keinen reellen Eindruck.

Nach dem Beladen sollte man alle Riemen festziehen und dann zunächst den Hüftgurt anlegen. Erst danach sollten die Schultergurte entsprechend angepasst werden. Der Hüftgurt kann ruhig schön fest sitzen, darf allerdings nicht unangenehm drücken.

Auch beim Packen sollte man ein paar Grundregeln beachten: Schwere Gegenstände gehören dicht an den Körper, d. h. in die Nähe des Rückens, und so weit wie möglich nach unten in den Rucksack. Dadurch liegt der Schwerpunkt des Rucksacks weiter unten und das ist für das Gleichgewicht besonders wichtig.

Für den Schlafsack bietet meistens das Bodenfach ausreichend Platz. Kleine Gegenstände können häufig in den Seiten- oder Fronttaschen untergebracht werden. Als Faustregel geben Wanderexperten an, dass der Rucksack ein Viertel des Körpergewichts nicht übersteigen sollte, um einen optimalen Tragekomfort zu gewährleisten.

Was man beim Kauf sonst noch beachten sollte

Auch bei Hiking Rucksäcken gilt: Teuer ist nicht unbedingt immer besser. Es gibt inzwischen viele günstige Modelle mit vergleichbarer Ausstattung und Qualität. Die tatsächliche Belastbarkeit zeigt sich bei den meisten Wanderrucksäcken leider erst unterwegs. Dennoch sollte man ruhig vorher im Geschäft schon mal probetragen und sämtliche Reißverschlüsse und Gurte austesten.

In der Regel werden die Qualitätsunterschiede zu teureren Modellen vor allem bei den Reißverschlüssen und Nähten, aber auch bei der Polsterung und Breite der Gurte sichtbar. Da insbesondere letzteres für den Tragekomfort sehr wichtig ist, empfiehlt es sich den Rucksack vorher auszuprobieren und die verschiedenen Gurteinstellungen zu testen. Wichtig ist, dass sich das Tragesystem individuell auf die eigene Körpergröße anpassen lässt.

Outdoor-Abenteuer

Fazit

Egal ob Trekking in Australien, Asien bzw. Südamerika oder doch die klassische Wandertour durch die heimischen Wälder, ein individuell einstellbarer Trekkingrucksack darf dabei nicht fehlen. Die meisten Rucksäcke sind inzwischen technisch sehr ausgefeilt und bieten höchsten Tragekomfort und ein optimales Fassungsvermögen von ca. 50 bis 90 l.

Vor dem Kauf lohnt es sich auf jeden Fall sich über das jeweilige Modell zu informieren. So kann man möglicherweise eine Menge Geld sparen, denn nicht in jedem Fall muss es unbedingt ein teurer Markenrucksack sein. Für kürzere Reisen bieten auch die günstigen Modelle häufig eine völlig ausreichende Qualität und einen ausgezeichneten Tragekomfort. Mit dem richtigen Trekkingrucksack steht dem perfekten Outdoor-Abenteuer dann nichts mehr im Wege.

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